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Über unseren Landwirtschaftsbetrieb

Der Betrieb umfasst insgesamt etwa 26 ha, davon 6 ha Waldfläche. Die Wirtschaft ist in großen Teilen seit über 200 Jahren nachweislich in ihrer heutigen Struktur erhalten. Die Hufe zieht sich entlang des Gemeindeviehbigs über den Kälberberg und den Großen Berg bis zum Oberwald. Um die Jahrhundertwende wurden die Gebäude neu gebaut. Seit über 100 Jahren ist der Hof in Familienbesitz. Von 1909 bis 1955 wurde der Hof von Herrn Ewald Fuchs und seiner Frau Hedwig bewirtschaftet. Der Betrieb lief gut, er ernährte immerhin eine Familie mit 7 Kindern, die Witwe des Vorbesitzers und 1-2 Angestellte. Im Juli 1955 wurde der Betrieb von Herrn Egon Neumann und seiner Frau Anneliese, geb. Fuchs übernommen, jedoch nur bis 1960 bewirtschaftet. Mit dem erzwungenen Eintritt in die LPG Typ III "Friedensbanner Großhennersdorf“ wurde die Selbständigkeit der Wirtschaft beendet. Der größte Teil der Flächen wurde schrittweise in Grünland umgewandelt und vor allem als Weidefläche für die Rinder der LPG genutzt. Dadurch wurden die Feldgehölze auf dem Kälberberg, zwischen Großem Berg und Oberwald und die Streuobstwiese mit Trockenrasen auf dem Kälberberg stark geschädigt, der Artenreichtum ging verloren, eine Pflege der Gehölze fand nicht statt, die Bodenflora wurde abgeweidet und zerstört. Die Gebäude wurde anfangs durch die Genossenschaft genutzt, jedoch schon bald an den Eigentümer zurückgegeben.

Im Jahre 1990 reifte deshalb die Idee, den Betrieb wieder selbst zu bewirtschaften. Am 01.03.1991 wurde der Betrieb durch die Familie Neumann wieder übernommen und seitdem als Familienbetrieb im Nebenerwerb mit extensiver Grünlandbewirtschaftung unter Beachtung landschaftspflegerischer Gesichtspunkte und Nutzung regenerativer Energiequellen (Solaranlage und Holzheizung) geführt. Die schrittweise Umsetzung des Konzeptes einer ökologisch orientierten Betriebsführung fand 1996 mit der Verleihung des Umweltpreises des Landkreises Löbau – Zittau Anerkennung.


Im Sommer 1991 wurde mit dem Bau des Wildgeheges von etwa 4,5 ha Größe begonnen. Im September wurden die ersten 10 Damtiere gekauft und ins Gehege gebracht. 1996 erfolgte eine Erweiterung des Geheges auf insgesamt 6,8 ha.
Die ersten Tiere zur Zucht und zum Verzehr wurden bereits 1993 verkauft. Der Besatz des Geheges wird immer so reguliert, dass eine extensive Nutzung der Grünflächen ermöglicht wird und in der Zeit von Mai bis Anfang November keine Zufütterung erfolgen muss. In den Wintermonaten werden Getreide (Hafer, Gerste), Heu, Futterrüben, Möhren u. a. Gemüse sowie Obst aus eigener Produktion, Kastanien und Eicheln in geringen Mengen zugefüttert, um die Tiere unbeschadet über den Winter zu bringen.
Zum Verkauf kommt nur frisches Fleisch aus eigener Produktion von 15 bis 18 Monate alten Tieren.